zu Hause
Nach der Jahrtausendwende war unsere Zeit auf Bredland beendet.
Der Medizinmann der Wampanoag, Manitonquat (auch Story genannt, wegen der vielen Geschichten) hatte in Bredland ein Seminar mit Schwitzhütte gegeben. Dabei hatte er mir für die Bewahrung der spirituellen Qualitäten des Platzes gedankt.
{Bredland war der Pfarrhof, der am Fuße des Hünengrabes angelegt war}
Danach war meine Aufgabe dort wohl erledigt und ich konnte gehen - obwohl ich eigentlich bleiben wollte - das war damals alles sehr schnell klar und eindeutig. Das schöne Haus mit dem Resthof habe ich dann wie auf Bestellung gefunden, in Stolk, nördlich von Schleswig, zwischen Idstedt und Böklund.
Hier war nach dem Umzug viel zu tun - ein Großteil ist inzwischen geschafft.
Kater Unser kam mit - blieb 14 Tage, stolzierte auf dem Dachfirst - und verschwand. Aufwendige Suche war erfolglos, ich erfuhr dabei aber, daß er noch auf Bredland sich eine zweite Stelle als Kater organisiert hatte - komplett mit Schlafstelle und Futterplatz - er betrieb also 2 Wechselschichten....
am Dorfrand Stolk mit freier Sicht
in Angeln einer ganz alten Landschaft..
alte Hünengräber in eiszeitlicher Landschaft
Gleich nebenan ist der sog. "Poppo-Stein", ein altes vorzeitliches Hünengrab, an dem der erste skandinavische König, Harald Blauzahn, von einem Möch, Poppo, christlich getauft wurde. Das kleine Areal ist immer noch an den Ecken von Steinen umsäumt, die den dänischen König als Besitzer angeben.
In Süderbrarup, in dem der älteste deutsche Jahrmarkt noch veranstaltet wird (zurückleitbar bis zu den alten germanischen Siedlern), gibt es immer noch den Hügel mit den Ritualsteinen, auf dem der Beschluß nach England zu gehen gefasst wurde (der erste Teil der Angel-Sachsen).
Die beiden Seen in der Nachbarschaft sind eiszeitlichen Ursprungs (wie unser Trinkwasser). Die gesamte Landschaft hat sich seitdem nur im pflanzlichen Bewuchs geändert (die Wälder sind nur noch kleine Einzelwälder, es war mal alles Wald und Moor, das trockengelegt wurde, hier).
Ganz Angeln ist durchzogen von den sog. Knicks, die als begrünte Wälle die Erosion durch den Wind deutlich mildern.
Alle 15 Jahre wird der Knick "auf den Stock gesetzt", d.h. es gibt Holz für die Feuerung ;-). In Abständen von min. 50 Metern bleiben große Bäume dabei stehen, die gerne von den Vögeln genutzt werden
Zusammengefasst kann man sagen, hier lässt es sich leben - das wussten schon andere vor uns....
altes Reetdach Kate am Moor Beschaulichkeit
Dachbodenausbau und
neue Gauben
Auch mit dem weiteren Ausbau ist schon einiges an Arbeiten erledigt.
Mein Kreuz spielt mir aber immer wieder Streiche, so daß hier keine Hektik einkehren kann.
Eine Holzheizung ist auch nicht ohne und die Gärten (es sind wirklich mehrere) nochmal ein ganzes Thema für sich - der Nutzgarten sowieso......
Die Gauben im Reetdach bringen mehr Licht, wie ein wachgeküsstes Märchenhaus strahlt hier wieder altes Werk.
So etwa 200 Jahre ist das Haupthaus alt - und trotzt den Stürmen auch weiterhin ohne große Mühe.
die Bande
Die beiden Axolotl und Nelly sind hier im neuen Zuhause gut eingelebt.
Nach Versuchen blieb dann Rina hier (mit 8 Wochen) und hat inzwischen die Maxi aus ihrem ersten (und einzigen) Wurf hier als Freundin. Die Geburt war eine Gemeinschaftsarbeit mit Nelly dabei - als zweite Mutter in Verpflichtung.